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Angesagt Oktober 2022

„Ich bin Josef, euer Bruder“ (Gen 45,4)
… mit diesen biblischen Worten aus dem alttestamentlichen Buch Genesis stellte sich Angelo Giuseppe Roncalli am 28.10.1958 als neugewählter Papst Johannes XXIII. der Weltöffentlichkeit vor.


Liebe Mitchristen in unserer Pfarreiengemeinschaft,
jetzt, im „Goldenen Oktober“, feiert die Kirche den Gedenktag für Papst Johannes XXIII. Es lohnt sich, einen Blick auf das Leben dieses außergewöhnlichen Heiligen zu werfen. Ein Mann, der vielen Menschen durch sein Lebenszeugnis zu einem treuen Wegbegleiter und persönlichen Patron geworden ist. Geboren wurde er als Angelo Giuseppe Roncalli am 25. November 1881 als Sohn einer einfachen und armen Landpächterfamilie in Sotto il Monte bei Bergamo in Italien. Mit einem Dutzend Geschwistern aufgewachsen, vergaß er nie seine Wurzeln. Die bescheidenen Lebensverhältnisse und die Erfahrung, dass es am Ende doch irgendwie reichte, prägten ihm ein unerschütterliches Grundvertrauen in die göttliche Vorsehung ein, aus dem er zeitlebens Kraft schöpfte. 1904 empfing Roncalli die Priesterweihe und wurde 1925 zum Bischof geweiht. Er arbeitete im diplomatischen Dienst in Bulgarien, Griechenland und in der Türkei. 1945 wechselte er als Nuntius nach Paris, wurde 1953 zum Patriarchen von Venedig ernannt und in den Kardinalsstand erhoben. Nach dem Tod von Papst Pius XII. wurde Roncalli vom Konklave zu seinem Nachfolger gewählt und gab sich den Namen Johannes XXIII

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„Ich bin Josef, euer Bruder …“ – die Menschen seinerzeit merkten bald, dass das nicht nur dahingesagt war. Güte, Bodenständigkeit und Frömmigkeit verbanden sich bei ihm in einzigartiger Weise. „Il Papa buono“ – „der gute Papst“ nannte man ihn bald. Die Begegnung mit anderen Kulturen und die Erfahrungen mit der römischen Kurie während seiner Bischofsjahre im fernen Ausland mögen dazu beigetragen haben, dass er schon bald nach seiner Wahl vor zahlreichen verblüfften Kardinälen in der Basilika „St. Paul vor den Mauern“ unerwartet die Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils ankündigte.

Am 11. Oktober 1962 wurde das Konzil schließlich von ihm eröffnet. Aus diesem Grund legte man seinen Gedenktag eben auf diesen Termin fest; genau 60 Jahre sind seitdem vergangen. „Aggiornamento“, hieß das Losungswort, mit dem Johannes XXIII. das 2. Vaticanum inspirierte. Übersetzt heißt es: „Verheutigung“ / ein „Auf-den-Tag-Bringen“. Es musste eine wirkliche Erneuerung und Modernisierung werden – keine halbherzige Anpassung! Das bedeutet konkret: Von nun an so zu sprechen, dass die Menschen von heute im Innersten ergriffen werden. Die alte Botschaft Jesu will neu gehört werden, sonst bringt sie keine Frucht. In seiner Eröffnungsansprache sagte er es deutlich: „Wir müssen uns mutig und ohne Furcht an das Werk machen, das unsere Zeiten erfordern!“
Von dem unvergessenen Johannes XXIII. sind uns viele Erinnerungen, Schriften und hoffnungsvoll-ermutigende Worte erhalten geblieben. Hervorzuheben sind seine „Geistlichen Tagebücher“ und seine „Briefe an die Familie“, die er über Jahrzehnte hinweg geschrieben hat. Allesamt sind sie lesenswert! Aus seinen Briefen und Aufzeichnungen erkennen wir die Motive, die sein Leben bestimmt haben. Aus seinen Schriften sprechen Herz und gesunder Menschenverstand, eine tiefe Liebe zu den Mitmenschen und ein unerschütterliches Gottvertrauen zu den kleinen und großen Dingen des Lebens. Es finden sich immer Worte, die Hoffnung und Mut machen. Und die auch heute helfen, gelassen und ruhig durch den Lärm dieser Zeit zu gehen. Zudem existieren von ihm auch unzählige Anekdoten, die seine humorvolle und zugleich bodenständige Art schildern, die aus ihm einen echten „Volkspapst“ machten. Am 03. Juni 1963 verstarb er an einer Tumorerkrankung. Die wegweisenden Ergebnisse des Konzils sollte er nicht mehr erleben. Sein Grab im Petersdom in Rom ist auch heute noch eines der am häufigsten besuchten Gräber dieser Basilika. Am 03. September 2000 wurde er von Papst Johannes Paul II. selig-, und am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen – im „Doppelpack“ mit Papst Johannes Paul II.


Herzlichst, Jürgen Johann, Diakon


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